Neue selbstverwaltete Betriebe in Berlin – Kollektivgründungen unterstützen

Am 13.03. um 19 Uhrfand der erste Stammtisch für alle, die in Kollektiven arbeiten oder daran interessiert sind statt, ungezwungen und solidarisch. Wenn ihr bei einem nächsten Stammtisch dabei sein wollt, tragt euch in unseren Newsletter ein, wir halten euch auf dem Laufenden.

Selbstbestimmtes, möglichst basisdemokratisches und hierarchiefreies Arbeiten in Selbstverwaltung ist auch in der Wandelwoche Berlin-Brandenburg ein wichtiges Thema. Zusammen mit dem Kollektive-Netzwerk Berlin sind in den letzten Jahren einige spannende Veranstaltungen entstanden. Für 2018 planen wir nun gemeinsam mit Fairbindung, NETZ BB und anderen einen Beratungstag von, für und mit Kollektivbetrieben und Beratungsstrukturen in Berlin sowie Initiativen in Neugründung und Interessierten.

Eine Initiative über die wir uns ganz besonders freuen und die wir personell und in der Öffentlichkeitsarbeit unterstützen möchten: Anschub-Hilfen für die Neugründung von selbstverwalteten Kollektivbetrieben. Mehr dazu im Aufruf der Initiative weiter unten.

Wenn ihr auf dem Laufenden bleiben wollt zum Thema, tragt euch in unseren Newsletter ein: http://bbb.wandelwoche.org/newsletter/

Veranstaltungen zum Thema in vergangenen Wandelwochen


Der Aufruf der Initiative:

Du hast Lust, Unternehmen zu gründen, die den Mitarbeiter*innen gehören, demokratisch ohne Chef*in organisiert sind und sinnvolle Produkte anbieten? Lust, selbstorganisiertes Wirtschaften sichtbarer und attraktiver zu machen – auch für Leute, die mit „alternativen“ Strukturen noch nicht viel zu tun hatten? Betriebe in Belegschaftshand in Orten aufbauen, wo es so etwas noch nicht gibt?

Mitstreiter*innen für Kollektivgründungen gesucht!

Wir suchen Mitstreiter*innen, die sich z.B. mit Frisörhandwerk, Gebäudereinigung, Gastronomie, Unternehmensgründungen, Projektmanagement, Buchhaltung, Crowdfunding, Marktanalysen, Marketing, Fördermittelakquise, Organisationsentwicklung, Pflegeberufen, IT-Dienstleistungen oder der Baubranche auskennen und Lust haben, sich für selbstorganisierte, möglichst hierarchiefreie Betriebsstrukturen zu engagieren oder selber ein Kollektiv zu gründen!

Erster Schritt: Service-Kollektiv, Leute suchen

Ein erster Schritt könnte sein, ein Gründungs-Kollektiv zu bilden, um weitere Kooperativen, Kollektive oder Genossenschaften ins Leben zu rufen, z.B. indem wir Geschäftsideen sammeln, interessierte Leute suchen, Treffen organisieren, Informationen bereitstellen, Workshops durchführen, die Gründer*innen bei der Gründung und danach mit rechtlicher und betriebswirtschaftlicher Expertise an die Hand nehmen und darauf achten, dass die neuen Kollektive und ihre Mitglieder betreut und geschult werden. Auch liegt uns am Herzen, dass die Neugründungen in eine möglichst feste, unverkäufliche Struktur eingebettet sind, damit sie nicht so einfach übernommen oder in Unternehmen mit Chef/in umgewandelt werden können. Wie genau das aussehen könnte, ist alles noch offen und müssen wir gemeinsam überlegen und planen. 

Ziel: neue selbstverwaltete Betriebe

Unser Ziel ist es, am Ende neue selbstorganisierte Betriebe in Belegschaftshand zu gründen, gerade in Orten und Branchen, in denen es diese noch nicht gibt: z.B. in der Reinigungsbranche in Berlin, Frisörläden in Brandenburg, aber auch Gründungen im IT-Bereich, in der Pflege, Gastronomie oder im Baugewerbe sind denkbar. Dabei sollen auch Menschen ihren Platz finden, die sonst wenig Zugang zu selbstorganisierten Strukturen haben, z.B. Geflüchtete, Menschen mit Behinderungen oder geringem Ausbildungsniveau. In strukturschwachen Orten sollen so neue Arbeitsplätze mit guten Arbeitsbedingungen für alle sowie Ausbildungsplätze geschaffen werden.

Wann geht’s los?

Erste Treffen sind für Februar 2018 geplant.

Wenn Du Lust hast, mitzumachen, melde Dich sofort! 😉
Fredi, Ingo und Rupay

info(aett)kollektivberatung(punkt)de