Wandelwerkstatt – Solidarische Lebensmittel-Kooperative Potsdam-Mittelmark

Wie lassen sich Modelle regionaler, ökologischer und nachhaltiger Lebensmittelproduktion und -Verteilung in einer solidarisch wirtschaftenden Kooperative zusammenführen? Ein Arbeits- und Vernetzungswochenende zur Entwicklung und Umsetzung eines Modellprojektes „solidarische Lebensmittel-Kooperativ Potsdam-Mittelmark“.

(ein paar Bilder und Eindrücke von unserer Wandelwerkstatt – damals noch Workcamp Wirtschaftswandel – im März 2016 findet ihr hier: http://das-kooperativ.org/workcamp-wirtschaftswandel-2016/)

Das Format Wandelwerkstatt

Wir, das kooperativ e.V., möchten gemeinsam mit Fairbindung, dem Projekthaus Potsdam und anderen vom 16.-18. März 2018 eine Wandelwerkstatt zum Thema solidarische Lebensmittelerzeugung und -distribution in Potsdam Mittelmark auf den Weg bringen. Wandelwerkstatt ist ein Format, mit dem wir seit 2015 versuchen, die Projekte und Ideen der Wandelwoche nachhaltig in das Jahr einzubetten und Akteuren des Wandels einen Raum bereit zu stellen, in dem sie sich untereinander kennenlernen und gemeinsame Ideen und Projekte auf den Weg bringen können. Wir bemühen uns um einen spannenden Mix an Beteiligten, die Infrastruktur, alles, was es für ein angenehmes Wochenende braucht sowie Moderationsunterstützung und Arbeitsequipment, ihr bringt eure Ideen und Projekte mit.

Der Themenschwerpunkt

Für März liegt unser Fokus dieses mal auf der Frage, wie sich in Potsdam Mittelmark Strukturen solidarischer Lebensmittelerzeugung und -verteilung aufbauen und stärken lassen. Kernidee ist
die Entwicklung einer solidarischen Lebensmittel-Koop in der Region ausgehend vom konkreten Bedarf von Abnahmegruppen, wie z.B. Wohnprojekte oder Projekte in der Gegend. Wie könnte so eine Kooperation aussehen, die eine Vielfalt von möglichst regional und nachhaltig produzierten Lebensmitteln umfasst und Bereiche wie solidarische Land- und Obstwirtschaft sowie Direktimport aus Südeuropa und dem globalen Süden einbezieht – und darüber hinaus
Themen wie Flächensicherung für bäuerliche Landwirtschaft,  Humusaufbau und Ernährungssouveränität mitdenkt? Wir wollen regionale Strukturen, die zum Teil seit Jahrzehnten bestehen und das Potenzial haben, in Kooperation nachhaltig für Mensch und Natur Lebensmittel zu produzieren und zu verteilen UND nachbarschaftliche und solidarische Lebens- und Arbeitszusammenhänge zu stärken. Die Koop wäre dabei das Mittel zum Zweck: Der Stärkung lokaler Netzwerke und solidarischer Wirtschaftsgemeinschaften.

Ablauf

Wir möchten mit möglichst konkreten Ergebnissen aus dem Treffen gehen, das von Freitag Abend bis Sonntag Nachmittag dauert.

Wie sieht eine Wandelwerkstatt ungefähr aus? Wir treffen uns mit 15 bis 20 Menschen Freitag Abend, organisieren einen zum Thema passenden Input und ein leckeres Abendessen und lassen den Abend gemeinsam ausklingen und lernen uns kennen.
Am Sonnabend arbeiten wir gemeinsam an einer Tagesordnung und versuchen uns in Kleingruppen und Plenumseinheiten unserem gemeinsamen Ziel zu nähern. Nachmittags kann die Runde um weitere Gäste erweitert werden, nach einem gemeinsamen Abendessen: informelles Get-together z.B. am Feuer.
Am Sonntag werden wir dann gemeinsam nächste Schritte, Unterstützungsbedarfe und Ideen sammeln und auf den Weg bringen.

Idealerweise seid ihr die ganze Zeit dabei. Da sich das aber nicht für alle Interessierten realisieren lässt, gibt es z.B. auch die Möglichkeit, nur am Samstagnachmittag und -abend teilzunehmen.

Hier ein erster Ablaufplan:

Freitag, 16. März

  • 16 Uhr Ankunft
  • 18 Uhr Abendbrot + Input
  • 20 Uhr Round Table / World Café / informelles Kennenlernen

Samstag, 17. März

  • 09 Uhr Frühstück und Ankunft
  • 10 Uhr Input Tagesablauf, Fragen u.a.
  • 11 Uhr Arbeitsgruppen
  • 13.30 Uhr kurze Ernte AGs
  • 15 Uhr offene Einladung Produzent*innen u.a. Input zum Thema, Update und offene Fragerunde
  • 19 Uhr Abendessen, bei Interesse Input, informelles Miteinander

Sonntag, 18. März

  • 09 Uhr Frühstück und Ankunft
  • 10 Uhr Input Tagesablauf, Fragen u.a.
  • 10.30 Uhr Arbeitsgruppe
  • 13 Uhr Ernte AGs
  • 13.30 Uhr Mittagessen
  • 14.30 Uhr Abschlussrunde, Ausblick
  • 16.30 Uhr gemeinsames Aufräumen

Persönliches Kennenlernen und konkrete Ergebnisse

Wir wissen, ihr habt viel um die Ohren, aber die Wandelwerkstatt ist ein gemütliches und angenehmes Format, einmal mit Menschen in Kontakt zu kommen, die ähnliche Ideen davon haben, wie die Themen Flächensicherung, solidarisches Wirtschaften und sozial-ökologischer Wandel gestaltet werden könnten, denen aber häufig die Zeit fehlt, sich untereinander kennenzulernen und über Unterstützungsmöglichkeiten und Erfahrungen zu sprechen. Wir bemühen uns um etwas Förderung und entspannte Schlafplätze, so dass es am Geld nicht scheitern soll.

Habt ihr Interesse oder Fragen oder eine Idee, wen ihr gerne dabei hättet? Dann schreibt gerne jederzeit! Wir freuen uns auf euch!


Angedachte Teilnehmer*innen:

  • Wandelwoche Berlin-Brandenburg (zugesagt)
  • das kooperativ e.V. (zugesagt)
  • Fairbindung e.V. (zugesagt)
  • StadtLandMove e.V.
  • Netzwerk Solidarische Landwirtschaft (zugesagt)
  • Mietshäuser Syndikat
  • Projekthaus Potsdam (zugesagt)
  • Mosterei Ketzür (zugesagt)
  • Direktimport-Initiative Sizilien (zugesagt)

Organisiert in Kooperation von:

Bildung engagiert für Nachhaltige Entwicklung:

Diese Wandelwerkstatt ist Teil des Netzwerkprojektes „Bildung engagiert für Nachhaltige Entwicklung“. Dieses setzt sich ein für die Gründung eines regionalen Netzwerks mit dem Ziel der Verbreitung und Vermittlung von Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE). Das heißt insbesondere BNE-Bildungsangebote zu verbessern, Akteure zu ermutigen und zu vernetzen sowie neue Zielgruppen durch die Entwicklung und Umsetzung zielgruppengenauer Angebote zu erschließen. Trägerin des Projekts ist die „Landesarbeitsgemeinschaft für politisch-kulturelle Bildung in Brandenburg e.V., das Projekt ist gefördert vom „Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg.