11. Juli 2021

Wandelwoche 2021

Auch in diesem Jahr machen wir uns wieder auf den Weg, Menschen für die Vielfalt der Initiativen und Ansätze für solidarische Lebens- und Arbeitsweisen in der Region. Diesmal verteilen sich die Touren, Workshops, Online-Seminare und Märkte über den gesamten Monat September. Mehr dazu und wie ihr euch beteiligen könnt, findet ihr in diesem Beitrag.

Bitte beachtet: Als Vorsichtsmaßnahme gegen die Ausbreitung des COVID-19-Virus gelten bei den meisten Veranstaltungen Teilnehmer*innenbegrenzung und Anmeldepflicht. Für Details zur Anmeldung klickt auf die jeweilige Veranstaltung.

Die Programmübersicht gibt es untenstehend in der Listenansicht und hier in der Kalenderübersicht. Diese Übersichten werden fortlaufend ergänzt und aktualisiert.

 

Das Programm – September 2021

  • Kreisläufe erleben und verstehen – Akademie für Suffizienz in Reckenthin in der Prignitz

    Akademie für Suffiziernz

    Diese Tour führt in die Akademie für Suffizienz im brandenburgischen Dorf Reckenthin. Die Akademie ist ein Reallabor für ökologisches Wirtschaften. Hier können Ökologisches Bauen, Low-Tech, Anbau und Verarbeitung erlebt und erprobt werden. Die Tour beginnt mit einer Einführung in die Gedankenwelt der Ökologischen Ökonomie und der Suffizienz. Vor diesem theoretischen Hintergrund lernen die Anwesenden bei einer Führung das Projekt mit seinen Ansätzen zur Gestaltung von kreislaufbasierter, suffizienter Versorgung kennen. Anschließend können Besucher*innen selber tätig werden und die Herstellung von Obstwein und von Essig kennenlernen.

    19. September 2021 um 13:00 - 16:00
  • Magie mit Stift und Papier ?! – Grundlagen der Visualisierung (online)

    educat - Grundlagen der visualisierung workshop

    Nicht nur visuelle Lerntypen sind dankbar für optisch ansprechende Präsentationen. Mit ein paar guten Plakaten und Flipcharts lassen sich Vorträge und Seminare interessant gestalten, Ergebnisse strukturiert und verständlich festhalten und die Inhalte prägen sich bei den Teilnehmenden nachweislich besser ein. Eine Visualisierung, die Wirkung zeigt, ist aber nur scheinbar ein Ding der Unmöglichkeit – in diesem Seminar lernen die Teilnehmenden Tipps und Tricks, die jede*n dazu befähigen, Eindruck mit Stift und Papier zu hinterlassen und Flipcharts und Pinnwände spannend und ansprechend gestalten kann.

    20. September 2021 um 17:00 - 19:00
  • White Privilege – Reflexion und Austausch für weiße Menschen (online)

    Workshop White Privilegde

    Wir alle sind Teil einer lokalen und globalen Gesellschaft, in der Rassismus seit Jahrhunderten tief verankert ist. Deswegen ist es wichtig, dass auch oder vor allem weiße Menschen als diejenigen, die von diesen rassistischen Strukturen profitieren, ein Bewusstsein für diese für sie selbst häufig unsichtbaren Machtstrukturen und entsprechend ihre eigenen Privilegien entwickeln. Neben einer kurzen Einordnung der relevanten Begriffen und einer Denk- und Diskussionsanregung werden wir in die praktische Reflexion und den Austausch gehen.

    21. September 2021 um 17:00 - 19:00
  • Corona, Spargel, Streik – Zur politischen Ökonomie von Arbeitskämpfen rumänischer Saisonarbeiter:innen in der deutschen Landwirtschaft

    Mit Arbeitskämpfen migrantischer oder ausländischer Arbeiter:innen in Deutschland verbindet man meist die Streiks von Gastarbeiter:innen in den 70er und 80er Jahren in der BRD. Arbeitsmigration nach Deutschland hat jedoch im Zuge der EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit neue Formen und Ziele angenommen. Dieser Vortrag thematisiert die konkrete Situation von Saisonarbeitskräften am Beispiel des wilden Streiks rumänischer Arbeiter:innen bei einem Erdbeer- und Spargelbetrieb in Bornheim bei Bonn. Anschließend Diskussion.

    22. September 2021 um 18:00 - 21:00
  • In sechs Gängen den solidarischen Handel erfahren (Berlin)

    Solidarisch und direkt wirtschaften? Wie kommt die Solidarität in den Handel

    Appetit-Häppchen zur Steigerung des Hungers auf enkeltauglichen Wandel || Wir vom Solihandelsnetzwerk/DirektKonsum bereiten euch ein sechs-gängiges Menü. Auf der Karte ist für die verschiedenen Geschmäcker was dabei, auch über den Tellerrand soll geschaut werden. Gereicht wird euch eine (unvollständige) Übersicht verschiedener Ansätze des solidarischen Handels. Es geht um politische Initiativen, die praktisch unterstützen oder Öffentlichkeit organisieren, verschiedene Arbeitskollektive und um direkteren Einkauf. Die Fahrradtour startet bei Dr. Pogo und endet am Moritzplatz. An den verschiedenen Stationen wird es inhaltliche Appetizer geben und zum Abschluss dann den Raum für Fragen, Anregungen und Vernetzten.

    25. September 2021 um 11:00 - 14:00
  • Was hat mein Schnitzel mit dem Regenwald zu tun? Ein Rundgang auf dem Weltacker (Berlin)

    Weltacker Blankenfelde-Pankow

    Der 2000m²-Weltacker vermittelt eindrücklich und sinnlich erfahrbar die Auswirkungen der eigenen Einkaufs- und Ernährungsgewohnheiten auf die Erderwärmung, aber auch die Artenvielfalt und Bodenfruchtbarkeit: Meine Ernährung ist entscheidend für meinen Beitrag zur Erderwärmung, durch meine Ernährungsgewohnheiten kann ich darauf direkt Einfluss nehmen. Durch mein Engagement rund ums Essen kann ich auf klimaneutralere Ernährung und Landwirtschaft hinarbeiten.

    25. September 2021 um 14:00 - 15:30
  • Eine Reise in den Klimaboden (Berlin)

    Weltacker Blankenfelde-Pankow

    Mit einfachen Mitteln (Spaten, Messband, Farbproben) stellen die Teilnehmer*innen fest welchen Humusgehalt eine vor Ort genommene Bodenprobe des Weltackers hat und rechnen gemeinsam hoch wie viel Kohlenstoff pro Quadratmeter in etwa in ihren 2000 m² steckt. Daraus lässt sich ableiten wie viel CO2 der Boden gespeichert hat. Im Anschluss erfahren die Teilnehmer*innen mit welchen Mitteln über welchen Zeitraum dieser Humusgehalt dauerhaft gesteigert werden kann und welche Maßnahmen ihn umgekehrt senken und wieviel CO2 in anderen Böden (Wald, Weiden) steckt.

    25. September 2021 um 15:00 - 16:30
  • Solidarisch Handeln – aber wie?

    Es gibt viele Gründe, warum endlich Schluss sein muss mit der Ausbeutung von Mensch und Natur, und mit sinnfreier Warenfülle zu Schleuderpreisen. Solidarischer Direkthandel ist ein Versuch, schon heute anders zu wirtschaften. Der Vortrag informiert über verschiedene Ansätze, stellt Transformationspotenziale vor und wirft Fragen auf. Zum Beispiel: Was sind authentische Alternativen und worin unterscheiden sie sich von profitablen grünen Lügen und Social Business-Märchen? Sind „faire Preise“ ein Ausweg? Sind Preise überhaupt zukunftsfähig, oder gilt es nicht, die Tauschlogik zu überwinden?

    29. September 2021 um 18:30 - 20:00