25.05. – Markt und Gesprächsrunde zu regionaler Lebensmittelerzeugung

Seit Sommer 2018 findet ihr uns häufiger im Landkreis Oder-Spree. Maria von unserem gemeinnützigen Verein das kooperativ hat hier mit einer kleinen Gruppe das „Haus des Wandels“ in Heinersdorf-Steinhöfel auf den Weg gebracht. Rund um das Projekt- und Seminarhaus ist einiges los in Sachen solidar-ökonomische und sozial-ökologische Transformation.

Regionalmarkt Heinersdorf-Steinhöfel am 25.05., 14 bis 17 Uhr

Ein Wunsch, den die Wandelwoche und das Haus des Wandels miteinander verbindet, ist der, globalen Handlungszusammenhängen und Krisen lokale Handlungsalternativen entgegenzusetzen, die für viele anschlussfähig sind. Darum unterstützen wir gemeinsam Aktionen wie den Regionalmarkt am 25. Mai, unweit des Haus des Wandels. Regionales Gewerbe und Produzent_Innen präsentieren und verkaufen ihre Produkte parallel zum alljährlichen Dorffest. Heinersdorf-Steinhöfel liegt 50km östlich von Berlin an der B1. Mit dem Zug kommt ihr bis Müncheberg, danach sind es noch 12km mit dem Rad.

Die Wandelwoche ist gemeinsam mit dem Haus des Wandels mit einem Stand mit regionalem Gemüse, fair gehandeltem Wein und Informationen und Kostproben von direktgehandelten Produkten dabei. Die Produkte kommen u.a. aus dem Union Coop Online Shop vom Veganladenkollektiv DrPogo und dem Schnittstelle Vertriebskollektiv, beide Teil der Wandelwoche 2019. 

 

Wir müssen reden – (g)lokale Lebensmittelversorgung im Wandel am 25.05. 11-14 Uhr

Außerdem sind wir dabei einen Workshop zu Ernährungsgewohnheiten und Ernährungssouveränität global und vor Ort zu organisieren. Neben Inputs und Best Practice Beispielen aus der Welt, möchten wir gemeinsam mit Anwohner_Innen und Interessierten diskutieren über Fragen und Ideen für eine regionale und ökologische Lebensmittelversorgung, den Aufbau eines lokalen Caterings uvm. Die Veranstaltung knüpft an die Bewegung der Neugründungen von Ernährungsräten, die hoffentlich bald auch in Brandenburg breit vertreten sind.

  • Ort: Haus des Wandels, Hauptstraße 37 in 15518 Heinersdorf-Steinhöfel
  • Anmeldung: maria(aett)das-kooperativ(dot)org
  • Zeit: 25.05., 11 bis 14 Uhr
  • Wir sorgen für Snacks und Getränke, Spenden sind willkommen, der Workshop ist kostenfrei.

Programm (in Entstehung):

  • Begrüßung
  • Einführungsgespräch zu „Ernährungssouveränität global – lokal“ mit Fragen wie: „Welchen Einfluss haben unsere Ernährungsgewohnheiten auf die Ernährungssouveränität weltweit und vor Ort (an Beispielen wie Lebensmittelverschwendung, Fleischkonsum und fairem Handel)?“ und „Welche Auswirkungen hat die globalisierte, am Weltmarkt ausgerichtete Landwirtschaft auf den globalen Süden und die lokalen Versorgungsstrukturen (private Haushalte/ Gemeinschaftsverpflegung)? z.B. Sojaanbau im globalen Süden für Futtermittel im Norden, Export von überschüssigem Fleisch aus Europa und Zerstörung lokaler Märkte im globalen Süden, Verschwinden bäuerlicher Landwirtschaft durch fehlenden Zugang zu Land“
  • Film zu positiven Beispielen und Alternativ-Ansätzen
  • Vorstellung von lokalen Erzeuger_Innen und Verarbeiter_Innen
  • Arbeitsgruppen zu lokalen Handlungsoptionen wie z.B. Gemeinschaftsverpflegung, Ernährungsbildung u.a.
  • Abschlussrunde und gemeinsamer Spaziergang zum Regionalmarkt

Im Austausch mit der Region

In der ehemaligen Betriebsberufsschule (BBS) mit mehr als 3000qm Fläche gibt es noch einiges zu tun, aber schon jetzt tummeln sich hier Aktivist_Innen, Künstler_Innen, Handwerker_Innen uvm. vor allem aus Berlin und – nicht unbedingt selbstverständlich für ein junges Landprojekt mit Initiator_Innen aus der Großstadt – viele Anwohner_Innen und Menschen aus der Region. Das Gemeingut bietet viel Raum zum Ausprobieren. Eine der Ideen, die auf viel positive Resonanz stößt, ist die, eine Gemeinschaftsverpflegung aufzubauen, die Kitas, Schulen und andere Einrichtungen in der Umgebung mit regional angebauten und verarbeiteten Lebensmitteln versorgt. Die Küche selbst soll ein Ort des Experimentierens und der Begegnung werden. Ehemalige Mitarbeiter_Innen aus der „BBS Heinersdorf“ u.a. könnten hier alte Strukturen wiederbeleben – und mit neuen Ideen versorgen.

www.hausdeswandels.org